Wie sieht eine korrekte Tarif-590-Rechnung aus? Ein Beispiel im Detail

Statt langer Theorie nehmen wir eine echte Tarif-590-Rechnung (Version 5.0) und lesen sie gemeinsam, Bereich für Bereich. Danach wissen Sie genau, worauf der Versicherer schaut und warum jedes Element da ist.

Vom Lymon-Team · 2. Juli 2026 · 6 Min. Lesezeit

Das Dokument und seine drei Teile

In Version 5.0 umfasst die Abrechnungsunterlage für den Patienten drei Dokumente: den Rückforderungsbeleg (den der Versicherer verarbeitet), die Leistungsübersicht (eine Zusammenfassung, die der Patient für seine Unterlagen behält) und das QR-Code-Blatt, das die gesamte Rechnung in maschinenlesbarer Form enthält.

Beispiel einer korrekten Tarif-590-Rechnung, erstellt mit Lymon
Eine mit Lymon erstellte Rechnung (Beispiel auf Französisch): Praxiskopf, Patient, 590-Positionen und Zahlungsteil.

Bereich für Bereich: was der Versicherer liest

  • Der Kopf « Rechnungssteller »: Ihre Praxis mit ZSR-Nummer und GLN. Das ist Ihre Identitätskarte als Leistungserbringer.
  • Der Patientenblock: Name, Adresse, Geburtsdatum, AHV-Nummer. Geburtsdatum und AHV-Nummer sind für das QR-Code-Blatt unverzichtbar.
  • Der DataMatrix-Code (das kleine Quadrat oben rechts auf dem Beleg): ein Kontrollcode, der das Dokument identifiziert und beim Versicherer die automatische Sortierung ermöglicht. Er wird von den Richtlinien der Versicherer verlangt.
  • Die Tabelle der Positionen: Jede Zeile enthält die 590-Ziffer, die offizielle Leistungsbezeichnung, die Dauer (oft in 5-Minuten-Schritten), den Tarif und den Betrag.
  • Behandlungsgrund und Gesetz: « Krankheit » und « VVG » bei der grossen Mehrheit der komplementärmedizinischen Sitzungen.

Das QR-Code-Blatt, die Neuerung, die alles verändert

Das ist der grosse Beitrag der Version 5.0: Die gesamte Rechnung ist in einer Reihe von QR-Codes verschlüsselt. Der Versicherer scannt sie und erhält alle Daten auf einmal, ohne erneute Eingabe und ohne Lesefehler. Damit dieses Blatt gültig ist, müssen die Daten exakt dem offiziellen Schema entsprechen: Deshalb blockiert eine fehlende oder falsch formatierte AHV-Nummer seine Erstellung.

Die Selbstkontrolle vor dem Druck

  • ZSR und GLN im Kopf vorhanden?
  • Geburtsdatum und AHV-Nummer des Patienten erfasst?
  • Bezeichnungen der Positionen = offizielle Bezeichnungen des Tarifs 590?
  • DataMatrix-Code auf dem Beleg vorhanden?
  • QR-Code-Blatt ohne Warnung erstellt?

Mit einer Software, die diese Punkte automatisch prüft, wird diese Liste unsichtbar: Entweder ist alles korrekt und die Rechnung wird erstellt, oder es fehlt eine Angabe und Sie erfahren, welche.

Quellen

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